REM: Ablagerungen in medienführenden Systemen

 

In Industrieanlagen können durch elektrochemische Vorgänge, mineralisierte Wässer, Temperatur- sowie Druckschwankungen korrosive Prozesse ausgelöst werden, welche zu Mineralneubildungen im Medium führen. Die Analyse dieser Mineralneubildungen trägt zur Diagnose dieser Prozesse bei und hilft akuten Störungen im Betriebsablauf vorzubeugen.

Oft bilden sich im System Beläge an Bauteilen, wobei die Beläge im Nachgang teilweise abbrechen und durch das System wandern, um später in Filtern hängenzubleiben oder Engstellen zuzusetzen. Die Analyse der schaligen Partikel kann daher helfen, den betroffenen Anlagenteil zu detektieren.

 

Kugelige Partikel entstehen oft im Medium selbst durch Druck oder Temperaturunterschiede. In offenen Systemen können auch Fremdstoffe eingetragen werden, welche wiederum abrasiv oder korrosiv wirksam sind.

 

Auch in Entlüftungs- und Absaugeinrichtungen können die transportierten Medien korrosiv wirken. So wurden z.B. Salze (Chloride, Fluoride und Sulfate) in einem Filter einer Entlüftungsanlage einer Trafostation analysiert. Diese beinhalten als Kationen sämtliche Metalle der verbauten Entlüftungsbestandteile. Dadurch konnte zweifelsfrei die korrosive Wirkung der abgesaugten Gase (HCl, HF und SO2) nachgewiesen werden.

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