Mikroskopie: Untersuchung eines Asche-Ansatzes aus dem Kraftwerksprozess

Asche-Ansatz unter Stereomikroskop

Im Kraftwerksprozess kommt es zeitweise zu Ansatzbildungen in der Rauchgasstrecke, vornehmlich in Zyklonen zur Flugascheabtrennung. Diese Ansätze wirken sich störend auf den Regelbetrieb aus und sind daher Gegenstand weiterer Untersuchungen.

LAOP konnte ein Stück mit optisch sichtbarem Schichtaufbau analysieren. Dabei wurde ein unbeschichteter Anschliff im REM unter niedrigen Vakuumbedingungen untersucht. Die Rückstreuelektronenbilder zeigten in der Übersicht ebenfalls eine Schichtung. Ein Linescan senkrecht zur Schichtung ergab jedoch keine signifikanten Elementunterschiede, sodass der Schichtaufbau vermutlich nur durch abwechselnd dichtere und weniger dichte Lagerungen der Einzelpartikel zustande kommt.

Detailaufnahmen zeigen, dass die makroskopisch vornehmlich homogene Grundmasse aus zahlreichen, unterschiedlich dichten (verschiedene Graustufen) Partikeln besteht. Der überwiegende Anteil dieser einzelnen Partikel (Phasen) ist kleiner als 1 µm und daher ein ideales Analysenobjekt für die Elektronenmikroskopie. Die vorliegenden Phasen näher zu bestimmen, mikrochemisch zu beschreiben und Bildungsbedingungen abzuleiten ist eine weiterführende Aufgabe. 

 

 

« zurück zur Übersicht